Was sind cerebrale Bewegungsstörungen?

Es sind Störungen im Bewegungsablauf, die auf eine Hirnschädigung zurückzuführen sind. Diese können vor, während oder nach der Geburt auftreten. Oftmals ist die Ursache der Behinderung unklar. Sicher ist jedoch, dass die cerebrale Bewegungsstörung nicht vererbt werden kann. Die Behinderung ist nicht heilbar, denn zerstörte Hirnzellen können nicht ersetzt werden.

Die unterschiedlich ausfallenden Koordinationsstörungen können nur die Arme, Arme und Beine, eine Körperhälfte oder den ganzen Körper betreffen. Die Fortbewegung ist immer beeinträchtigt, doch mit entsprechenden Hilfsmitteln sind Gehen und Stehen oft möglich. Falls auch die Sprechmuskulatur betroffen ist, so kann dies zu einem undeutlichen und sehr langsamen Sprechen führen.

Oftmals betrifft die Hirnschädigung nicht nur den motorischen Bereich, sondern führt zu weiteren Behinderungen. Dies sind insbesondere eine Lern- oder Geistigbehinderung, Epilepsie sowie Hör- und Sehschädigungen. Man spricht deshalb von Mehrfachbehinderungen.

Mit gezielten Therapien, die möglichst früh nach Geburt bzw. nach dem Eintritt der Hirnschädigung einsetzen sollten, ist es möglich, die Bewegungsstörungen positiv zu beeinflussen. Denn auch schwerst körperlich behinderte Menschen haben das Bedürfnis nach Selbständigkeit und Selbstverwirklichung (Ausbildung, Arbeit, Wohnen, Partnerschaft).